Das Comeback der Festivalsaison mit nem vollautomatischen Ticketshop und einer Vermisstenanzeige

Veröffentlicht in In Eigener Sache, Kolumne am 17.03.2022
von Katrin Weiske

Ganz ahnungslos verkauften wir innerhalb einer Woche heimlich bereits 100 Festivaltickets. Einzig der Kontostand ließ rückschließen, dass da etwas geschehen sein musste. Beim Blick in unseren festiware-Ticketshop kam dann die Überraschung - die ersten 100 Gäste hatten sich bereits ihre Teilnahme für die kommende Saison gesichert, bezahlt und auch schon ihr Ticket als QR-Code erhalten.

Ganz automatisiert. Wo wir in den letzten Jahren noch Kontobewegungen und PayPal-Aktivitäten prüfen, Codes generieren und versenden mussten, geschah dieses Jahr einfach alles ohne unser händisches Zutun. Genial! Und gekostet hat uns das Ganze: NICHTS! Mega!

Dass die Leute hochgradig interessiert sind am entstehenden Kultur- und Partygeschehen des nahenden Sommers, zeigt diese kleine Anekdote ganz offensichtlich - wir hatten weder Werbung geschaltet, noch Socialmediaposts veröffentlicht. Augenscheinlich gibt es Menschen, die regelmäßig auf Festivalhomepages Ausschau nach Neuerungen und entsprechenden Ticketkaufoptionen halten. Ein Zeichen mehr für uns, wie sehr wir alle nach Normalität und dem damit verbundenen ausgelassenen Dasein, Freundetreffen, Kulturgenießen und all den anderen kleinen und großen Freuden, die so ein Freizeitevent uns bietet, lechzen. Nicht nur die Kultur selbst ist es, die uns fehlt, es sind die Macher, die Kasper, die Enthusiasten rund um eine solche Veranstaltung. Wir vermissen neben unseren heiß geliebten Gastronomen (die besten Pommes der Welt gibst nuuuur hier!) auch diesen supersüßen Filzkunststand, der immer direkt neben dem schlaksigen Typen mit den coolen Siebdruckshirts steht. Sogar nächtliche Helga- und Flughafen-rufende volltrunkene Feierkommilitonen fehlen uns irgendwie – auch wenn man das so direkt wohl niemals zugeben würde. Sie alle gehören dazu.

Umso wichtiger, dass wir all jene, die wir so vermissen, auch wieder auf die Bretter zurückholen, die unsere Welt bedeuten. Denn viele brachen sich ihre Standbeine und mussten ausweichen: so wurden im Zuge zweier beinahe veranstaltungsleerer Jahre der einst wohl beliebteste Knobibrotbäcker der ganzen weiten Republik zum Fußbodenleger, unser favourisierter Ökloanbieter zum IT-Berater sowie die süßeste Walkactschmetterlingin mit Gesangsallüren zur Physiotherapeutin. Wie würden unsere Veranstaltungen künftig ohne diese speziellen Menschen aussehen, die ihre Ausrichtung komplett verändern mussten, weil sie niemals nur für Profit, sondern viel mehr aufgrund von Liebe und Leidenschaft zum Publikum agierten? Nicht mehr so, wie wir sie geliebt und geschätzt haben, nicht mehr so, wie wir sie (wenn auch in neuem Gewand) zurückersehnen. Deswegen, liebe Eventmacher: die Leute haben Bock! Es geht wieder los. Sie kaufen sogar schon Tickets noch bevor diese angekündigt werden! Kommt auch ihr zurück. Es wird Sommer!

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